Vom #Teen-AGER zum #Man-AGER im #Best-AGER

In amüsierter Anlehnung an die Tischrede von Prof. Dr. H.E. Scheffler (2003)

Lesezeit: 3 hoffentlich heiter ironische Minuten

Pausensnack als Garnitur und los:

Die persönliche Weiterentwicklung vom Teen-AGER zum Man-AGER ist ein emanzipatorischer Feldversuch des Mannes, der bei Erreichen der weißen Haarfarbe, natürlich immer noch als Man-AGER, den Zusatztitel Best-AGER verliehen bekommt. Das Gute an der Evolution ist, zum Best-AGER schaffen wir es alle, sofern uns vorher nicht die Luft ausgeht, was beim Man-AGER zwar möglich, aber nicht generell umsetzbar ist. Man-AGER kann jeder werden, entweder durch eigenes Können oder aber durch die Dummheit eines anderen. Früher oder später, also als Man-AGER oder Best-AGER oder vielleicht sogar beides zum selben Zeitpunkt, macht das „Peter-Prinzip“ aus dem Ritter in glänzender Rüstung den „Don Quijote“ als den Ritter der traurigen Gestalt. Alle Karrierestufen sind erklommen und die letzte Stufe zur eigenen Unfähigkeit geschafft, was den Weg vom Man-AGER zum Vers-AGER bestätigt. Wirft der Man-AGER dann irgendwann den Kokon der Raupe ab und schafft den Sprung zum Schmetterling, also zum Top-Man-AGER, dann nimmt die Neigung zu Monologen in Ich-Form deutlich zu und seine menschlichen Grundbedürfnisse werden vom Geltungsbedürfnis dominiert. Doch im Unternehmen gibt es noch weitere Funktionen, die sich folgendermaßen auszeichnen:

der Fachmann          – denkt nicht, er weiß

der Man-AGER          – denkt, aber weiß nichts

der Top-Man-AGER – erspart sich das Denken und weiß nichts…

der Top-Man-AGER und Best-AGER – ist Aufsichtsrat, – der, der auf Sicht rät

Die Managertätigkeit als solches ist geprägt von „Murphy´s Gesetz“: „Wenn etwas schiefgehen kann, dann geht es auch schief“, was nichts anderes bedeutet als: je höher die Position, desto mehr Fehler kann man sich erlauben und wenn man nur noch Fehler macht, dann nennt man das einen charismatischen Führungsstil. Die gute Nachricht ist, da wo ein Top-Man-AGER auftaucht klappt dann nichts mehr, aber er taucht nicht überall auf. Ist man also der „Fehlerquotenkönig“ im Unternehmen – also Top-Man-AGER – dann kommen andere Man-AGER-typen und machen einem den Titel streitig.

  1. Der japanische Man-AGER-typ, der nach der Bonsai-Methode führt: jede aufkeimende Initiative wird sofort beschnitten
  2. Der Optimus-Prime Man-AGER-typ, der auch nach Verlust der Übersicht den Mut zur Entscheidung besitzt, denn auch eine Fehlentscheidung spart Zeit
  3. Der Baumarkt Man-AGER-typ – wenn es gut werden soll und bei dem Konzeption und Konfusion dieselbe Bedeutung haben, denn er weiß, dass die Alternative zur Sackgasse der Holzweg ist.

Doch alle Man-AGER haben eines gemeinsam: den P L A N. Er ersetzt den Zufall durch Irrtum und dank der Digitalisierung geht das jetzt sogar noch schneller. Doch am Ende eines jeden Jahres steht der Man-AGER vor dem Spiegel und fragt: Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Erfolgreichste im ganzen Land?  Und jeder Man-AGER postuliert, „das bin ich“ der Spiegel sagt es mir, denn nichts ist groß, was nicht wahr ist“ (Gotthold Ephraim Lessing).

Beste Grüße aus Düsseldorf

Ihr

Frank Uffmann

PS: bis vor kurzem war ich selbst Man-AGER

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