Kooperation mit der FIR RWTH Aachen und dem STARTPLATZ

Ich bin sehr stolz, die Zusammenarbeit mit unserer Elite Universität
FIR RWTH Aachen               
und dem STARTPLATZ         
bekannt zu geben. Unser gemeinsames Projekt:

Value Leadership – wertorientiertes Führen

In dieser After-Work-Weiterbildung stellen sich digital-strategische Führungsinhalte (Inhalte des FIR) und kommunikativ-inspirative Führungsthemen (Inhalte NeuroLeadership PizF) als perfekte Symbiose dar. Der STARTPLATZ als Treffpunkt der rheinischen Gründerszene und Ökosystem für Innovation ist für die Durchführung die ideale Plattform.

Das Konzept
„”Value Leadership“ – wertorientiertes Führen ist ausgerichtet an den digital-strategischen Erfordernissen einer Unternehmung durch Weiterentwicklung der eigenen Führungs-Skills, um auch Mitarbeiter für diesen Prozess begeistern zu können. Der Kurs beinhaltet 5 Abendtermine à 3 Stunden, jeweils im monatlichen Rhythmus und richtet sich ausschließlich an Führungskräfte aus der Region zur strategischen Unternehmensführung. In interaktiven Teamübungen und Workshops in kleinen Gruppen entwickeln die Teilnehmer so Ihr Führungsprofil weiter, stärken Ihren individuellen Führungsstil und profitieren vom Praxisbezug, insbesondere im Erfahrungsaustausch mit anderen Teilnehmern.

Mehr erfahren: STARTPLATZ    oder PizF

 

Willy ist da!

Ich freue mich heute bekannt zu geben, dass wir einen neuen Partner aus der Schweiz für das Institut gewinnen konnten:

Willy A. Suter, Lengnau…

…hat viele Jahre als Business Manager in führenden Konzernen der IT- und High-Tech-Branche gearbeitet und ist heute als internationaler Trainer und Berater tätig. Digital-strategische Führung aus der persönlichen Praxis ist sein Spezialgebiet und ergänzt den kommunikativ-inspirierenden Führungsansatz des Institutes perfekt zum NeuroLeadership.

Herzlich Willkommen im Team!

Das EkKo-Modell – Der Grad der Ehrlichkeit in einem Team

Es gibt ihn, den Grad der Ehrlichkeit zwischen einem Minimum an Ehrlichkeit und dem Grad der Ehrlichkeit, der beim Überschreiten zur Dummheit wird. Viele Menschen haben das schon erlebt, sei es im privaten Umfeld oder auch im beruflichen Kontext. Aber wie steht es mit dem Grad an Ehrlichkeit in einem Team, dass gemeinsam erfolgreich sein will?

Der Grad der Ehrlichkeit jedes einzelnen Teammitgliedes wird bestimmt durch dessen Einstellung/Haltung und dessen Motive, wobei in der Kommunikation mit anderen Teammitgliedern der Grad an Ehrlichkeit zum Ausdruck kommt. Ein Mensch in einer Opferhaltung, Schuld sind immer die anderen, legt dabei einen anderen Grad an Ehrlichkeit – UN-EHRLICHKEIT – an den Tag, als beispielsweise der Gewinnertyp, ich bin der Beste, mit einer –Bedingten EHRLICHKEIT -. Machtmenschen wiederum fallen durch wenig Empathie und in ihrer Wortwahl und den begleitenden paralinguistischen Phänomenen auf, wobei der Grad der EHRLICHKEIT oftmals respektlos wird und Entscheidungen, ehrlich aber einsam, gefällt werden. Bei Teammitgliedern mit einem hohen Leistungsanspruch, die weder Macht- noch Gewinnstreben in sich tragen, sondern den gemeinschaftlichen Erfolg in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen, ehrlich und gemeinsam, ist – Unbedingte EHRLICHKEIT – die Grundlage für ehrliches Feedback und Weiterentwicklung, sowohl persönlich als auch im Team.

In einem Managementteam findet man vorzugsweise die Typen der Bedingten Ehrlichkeit und Ehrlichkeit vor, allerdings sollen auch schon mal seltene Exemplare der Unbedingten Ehrlichkeit in einem Managementteam gesichtet worden sein. Menschen in einer Opferhaltung, dem Schaubild nach der Typus Un-Ehrlichkeit, sind eher auf einer operativen Ebene zu finden als auf Managementebene. Wenn das Wunschbild eines Teams in der Unbedingten Ehrlichkeit liegt, dann stellt sich die Frage: Wie komme ich mit dem Team dorthin?

Anwendung: Nach einer Sensibilisierung aller Beteiligten für den Grad der Ehrlichkeit und einer Analyse nach dem EkKo-Modell liegt die Chance in der Weiterentwicklung einzelner oder des gesamten Teams zur Unbedingten Ehrlichkeit. Dabei steht das – W I E – im Mittelpunkt der Umsetzung, damit am Ende eine intrinsisch motivierte Potentialgemeinschaft entsteht.

Die Zukunft in der Führung hat schon begonnen und die Digitalisierung ist der Haupttreiber für die Art und Geschwindigkeit der Kommunikation, die die Grundlage für uns Menschen als soziale Wesen ist. Zurückbleiben werden die Dinosaurier der Führungskräfte, die jede Black Box selbst entschlüsseln wollen, Entscheidungen ehrlich aber einsam treffen, bis deren Verharrungsvermögen zur Gefahr einer Organisation wird. Die gute Nachricht: Die Dinosaurier sind ausgestorben!

Friss oder stirb!

Start meiner neuen wöchentlichen Artikelserie beim .
Aktuell sind wir Zeitzeugen des Überganges von der Medienepoche der Buchdruckgesellschaft hin zur computermedialen Gesellschaft mit der Folge…hier gehts zum Artikel

 

Ziele motivieren nie!

Lesezeit: 5 Minuten
Das ABC der Führung
Teil XXIX: Ziele
Ziele motivieren nie schreibt Reinhard K. Sprenger und hat damit schon vor Jahren eine kontroverse Diskussion ausgelöst, ohne dass sich etwas geändert hat. Bei den aktuell vorherrschenden Führungspraktiken werden Ziele eher als Macht- und Kontrollinstrument genutzt, wird sich hinter den Soll-Ist-Analysen verschanzt und die Rechenarithmetik verkommt zum Führungsinstrument. Welcher Mitarbeiter will schon teils wöchentliche Rechtfertigungsdiskussionen führen, die eine menschliche Führungskomponente zum nicht vorhanden sein degradiert. Somit trifft Sprenger mit seiner Aussage nach wie vor den Nagel auf den Kopf.

Bedeutung/Definition:
Ein Ziel ist ein in der Zukunft liegender veränderter und erstrebenswerter Zustand, der eine Spannung im Menschen erzeugen soll, die wiederum Handlungen aktiviert. Ziele sollen herausfordernd und präzise formuliert und mit regelmäßigen Rückkopplungen über die Zielfortschritte kombiniert sein. Die Anstrengung, Ausdauer, Richtung und die Strategie eines Menschen haben dabei eine Wirkung auf die Leistung auf dem Weg zur Zielerreichung.

Warum sind Ziele wichtig?
Ein Ziel gibt Menschen Orientierung und Sicherheit, wodurch ein Grundbedürfnis erfüllt wird. Ziele als solches haben selten motivierenden Charakter, wohl aber die Erfolge aus den Handlungen und Aktivitäten auf dem Weg zur Zielerreichung. Insofern können Ziele ein hilfreiches Stilmittel in der Führung sein.

Wie geht man als Führungskraft mit Zielen um?
Entweder man vereinbart Ziele unter Mitsprache und Einflussnahme des Mitarbeiters (falls das möglich ist) oder macht eine Zielvorgabe und benennt es auch so, ohne um den heißen Brei herumzureden.

Praxistipp:
Bei einer Zielvorgabe sollte sich jede Führungskraft zu schade sein, dem Kind den Namen Zielvereinbarung zu geben, denn eine Vereinbarung hat einen anderen Charakter. Ehrlichkeit und damit Glaubwürdigkeit währt am längsten!
Vorgehensweise bei einer tatsächlichen ZielVEREINBARUNG:
1. Definiere das Ziel gemeinsam
2. Bespreche den Weg zum Ziel (Strategie) mit dem Mitarbeiter
3. Mache gemeinsam einen Plan zum Ziel (Umsetzung)
4. Stelle sicher, dass jeder Mitarbeiter das Ziel und die Hintergründe dazu kennt
5. Ausführung des Planes
6. Transparenz über die Zielerreichung schaffen und Lernerfolge daraus ableiten
7. Erfolge feiern!

Risiken und Nebenwirkungen:
Es gibt keine Gerechtigkeit bei Zielen! Eine jeweilige subjektive Diskussion darüber ist verschwendete Zeit.

No-Gos:
Ein am Jahresanfang vereinbartes Jahresziel im weiteren Jahresverlauf ohne Rücksprache oder gar Einverständnis der Mitarbeiter zu deren Nachteil anzupassen ist keine gute Idee!

Der in Deutschland am häufigsten anzutreffenden Führungsstil ist aktuell immer noch Managements by objectives gepaart mit Zielvereinbarungen und in Ableitung daraus einer erfolgsabhängigen Bonuszahlung. Die jetzigen Vorstände und Geschäftsführer gehören zur Prätorianergarde Deutschlands, ausgebildet von den Managementpionieren des Industriezeitalters, die Ziele als Macht- und Controllinginstrument einsetzen, ganz so, wie sie es gelernt haben. Ein zögerlicher Veränderungswille ist ebenso wahrnehmbar wie im Thema Digitalisierung, nähert sich die Erfolgsstrategie des hierarchischen Managements doch dem Schicksal der Dinosaurier an. Die Uhr tickt…

Soweit genug für heute, denn…

Wer hat an der Uhr gedreht?
Ist es wirklich schon so spät?
Heute ist nicht alle Tage. Ich komm‘ wieder, keine Frage.

Ihr
Frank Uffmann

Werte – die schwierige Kündigung

Lesezeit: 5 Minuten
Das ABC der Führung
Teil XXVIII: Werte
Was passiert mit den drei besten Mannschaften der Bundesliga am Ende einer Saison? Sie spielen in der folgenden Saison in der Champions League, was die Chance auf sehr viel Geld für Verein und Spieler bedeutet. Da könnte schon mal der ein oder andere Spieler auf die Idee kommen, mit unfairen Mitteln, wie Handspiel oder einem versteckten Foul, dem Verein und damit sich selbst einen Vorteil zu verschaffen. Was passiert, wenn die erste unfaire Aktion eines Spielers vom Schiedsrichter nicht erkannt wird und somit erfolgreich (z.B. mit einem Tor) endet? Der Trainer und die Vereinsführung beklatschen ob des Erfolges den Spieler und damit passiert etwas sehr Spannendes: alle anderen Spieler achten genau auf die Reaktionen von Trainer und Geschäftsführung und richten sich im Folgenden nach der neuen Wertekultur im Verein aus. Die Anzahl der unfairen Aktionen steigt, weil immer mehr Spieler sich dieser Kultur anschließen, freiwillig oder auch unfreiwillig. Das ist natürlich ein fiktives Beispiel und Schiedsrichter und Videobeweis lassen eine solche Entwicklung gar nicht zu. Was aber passiert in einer Organisation ohne Videobeweis, einem ganz normalen Unternehmen?

Bedeutung/Definition:
Werte sind erstrebenswerte und subjektiv als moralisch gut befundene Eigenschaften, Qualitäten oder Glaubenssätze. Mit einfachen Worten beschrieben sind Werte unser innerer Kompass, der uns Orientierung gibt, um unser eigenes Handeln und das anderer Menschen einzuwerten.

Warum sind Werte in einer Organisation wichtig?
Jede Organisation hat eine Wertekultur, die sich auf der Metaebene befindet und bestenfalls identitäts- und sinnstiftend ist. Der einzelne Mitarbeiter findet Orientierung in der Wertekultur, wobei eigentümergeführte Unternehmen gegenüber managergeführten Unternehmen in Sachen Werteorientierung klar die Nase vorn haben, wie Studien belegen.

Wie lebt man als Führungskraft die Werte einer Organisation?
ln der Rolle des Vorgesetzten wird man jederzeit im Unternehmen und häufig auch in seiner Freizeit als Vorbild erlebt. Das trifft ganz besonders für die Werteskala einer Führungskraft zu. Das Maß für die Vorbildrolle wird dabei durch die Identität mit den Werten des Unternehmens bestimmt und kommt zum Ausdruck durch Denken, Sagen und Handeln.

Wann haben die Werte eines Unternehmens keinen Wert mehr?
Wenn die Unternehmensspitze diese Werte selbst nicht lebt! Beispiel: Stellen Sie sich vor, eine imaginäre Geschäftsleitung verordnet einem Unternehmen eine Rosskur im Sparen, insbesondere bei den Personalkosten, und durch diese Anstrengungen schnellt der Gewinn der Firma in die Höhe, was wiederum der Geschäftsleitung einen fetten Bonus beschert. Was, glauben sie, wird die Mitarbeiterschaft zum Wert Glaubwürdigkeit bezogen auf diesen Geschäftsführer denken oder vielleicht auch sagen? Gut, dass dieses Beispiel frei erfunden ist…

Praxistipp:
Die Kultur im Team ist in den zwei Dimensionen Performance und Werte dargestellt (siehe Beitragsbild), woraus sich vier mögliche Zuordnungen ergeben. Denken sie nun über ihre Teammitglieder nach und teilen sie ihre Mitarbeiter den vier Quadranten zu. Ist der eingangs beschriebener Fußballspieler für sie die schwierige Kündigung oder nicht?

Risiken und Nebenwirkungen:
Werte zu leben, hat aus meiner Sicht viel mit Einstellung und Haltung zu tun. Beispielsweise reicht ein Fehler oder ein falscher Satz und der Wert Vertrauen ist für viele Jahre zerstört.

No-Gos:
Wenn Mitarbeiter die ethischen und auch die moralischen Grenzen überschreiten, um daraus persönliche Vorteile zu ziehen, dann ist das für mich ein No-Go!

Fazit: Mitarbeiter beobachten sehr genau und passen ihr Verhalten an und so wird eine Führungskraft zum Maßstab der Wertekultur einer Organisation.

Soweit genug für heute, denn…

Wer hat an der Uhr gedreht?
Ist es wirklich schon so spät?
Heute ist nicht alle Tage. Ich komm‘ wieder, keine Frage.

Ihr
Frank Uffmann

Vision – Halluzination oder Weltveränderung

Lesezeit: 5 Minuten
Das ABC der Führung
Teil XXVII: Vision
Die Kraft einer Vision kommt in folgenden Zeilen von Joel A. Barker gut zum Ausdruck.

Eine Vision ohne Aktion ist Halluzination.
                                  Eine Aktion ohne Vision wird mit der Zeit verschwinden.
                                  Eine Vision mit Aktion kann die Welt verändern

Die Geschichte der Menschheit ist voll von Visionären wie Johannes Gutenberg, Leonardo Da Vinci, Abraham Lincoln, Wilhelm Conrad Röntgen, Martin Luther und natürlich Hildegard von Bingen, um nur wenige zu nennen, die jeder auf seine Weise unsere Welt verändert haben. Johannes Gutenberg nimmt einen besonderen Stellenwert ein, da er durch den Buchdruck den Einstieg in die massenmediale Gesellschaft geschaffen hat, die aktuell abgelöst wird durch die Veränderungen zur computermedialen Gesellschaft. Eine Vision aus den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts, nämlich die eines tragbaren Computers und Telefons, ist heute Realität und nennt sich Smartphone.

Bedeutung/Definition:
Die Vision verspricht einen attraktiven und in der Realität erreichbaren Zustand in der Zukunft, der durch die Mitarbeit möglichst vieler inspirierter Menschen verwirklicht wird.

Warum ist eine Vision für eine Organisation wichtig?
Eine Vision vermittelt dem einzelnen Mitarbeiter einen Sinn, warum er seinen Job an dieser Stelle macht und was sein persönlicher Beitrag zur Vision ist. Dabei ist die Aufgabe einer Führungskraft, für seine Mitarbeiter im Sinne der Vision alle Teammitglieder auf dem Weg zur Realisation zu begleiten. Eine Organisation ohne (digitale) Vision schürt die Wahrscheinlichkeit einer Fusion und wird ohne Infusion wohl der normalen ökonomischen Selektion zum Opfer fallen.

Praxistipp:
Führen sie einen Visions-Workshop durch und beantworten mit den Teilnehmern folgende Fragen:
1. Was finde ich an dieser Organisation toll?
2. Wie soll die Organisation in 10 Jahren aussehen?
3. Was ist die Idee, mit der die Welt verändert werden soll?
4. Was wünschen Sie sich sagen zu können, was die Organisation in zehn Jahren vollbracht haben wird?
5. Was würde die Welt verlieren, wenn sie nicht existiert hätten?
Ergänzung: Eine Vision muss werteorientiert sein!

Risiken und Nebenwirkungen:
Theorie ist geduldig! Wenn eine Vision, egal wie gut oder schlecht sie ist, nicht von der Geschäftsleitung oder vom Vorstand gelebt wird, dann kann man sich die Zeit dafür sparen. Die oberste Führungsebene trägt die Verantwortung für die Umsetzung und zwar von oben nach unten in den Führungshierarchien und sie ist dabei Vorbild durch Authentizität nach dem Motto: Ich sage, was ich denke, ich tue, was ich sage und ich stehe für das, was ich tue.

No-Gos:
Visionen für seine persönlichen Vorteile nutzen und die Mitarbeiter dadurch manipulieren bzw. missbrauchen. Ich glaube, ein ganz klein wenig von einem Visionär steckt in uns allen, aber…

  Wessen wir am meisten im Leben bedürfen, ist jemand, der uns dazu bringt, das zu tun, wozu wir fähig sind.

Ralph Waldo Emerson (US-amerikanischer Philosoph und Schriftsteller)

Soweit genug für heute, denn…

Wer hat an der Uhr gedreht?
Ist es wirklich schon so spät?
Heute ist nicht alle Tage. Ich komm‘ wieder, keine Frage.

Ihr
Frank Uffmann

Team – Der Klassenclown steht unter Artenschutz

Lesezeit: 5 Minuten
Das ABC der Führung
Teil XXVI: Team
Stellen sie sich folgende Situation vor: ein Chef betont bei jeder Gelegenheit den Teamgedanken und wie wichtig ein gut funktionierendes Team ist. Gleichzeitig etabliert dieser Chef eine immer stärker werdende Konkurrenzsituation unter den Teammitgliedern, die er durch ständige Hinweise auf Erfolge Einzelner befeuert. Das Ergebnis ist: je ausgeprägter die Konkurrenzsituation, desto geringer wird ein Teamgefühl empfunden, denn den meisten Menschen ist das Hemd näher als die Hose (Umgangssprache). Aus Führungssicht: alles falsch gemacht!

Bedeutung/Definition:
Ein Team ist eine Gruppe von mehreren Personen mit dem Ziel, eine vorher definierte Aufgabe zu lösen. Im Sport wird auch eine Mannschaft als Team bezeichnet.

Warum ist es wichtig zu wissen, wie man ein Team formt?
Erfolg hängt in der Regel von der Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter ab. Je besser die Teammitglieder untereinander zusammenarbeiten, desto besser wird der Output sein. Gerade in der Entwicklung von einzelnen Menschen oder auch ganzer Teams unterscheiden sich gute und nicht so gute Führungskräfte.

Wie machen Sie aus einer Gruppe von Personen ein Team?
1. Die richtige Personalauswahl, sofern die Möglichkeit dazu besteht
2. Gemeinsame Aufgabe und positive Zielorientierung definieren
3. Rollenklärung im Team und Spielregeln festlegen
4. Unmittelbares und unpolitisches Feedback
5. Umsetzung der Ziele in Erfolge und diese feiern

Praxistipp:
Die Aufgabe einer Führungskraft besteht darin, dafür zu sorgen, dass jedes Teammitglied, das gilt insbesondere für neue Mitarbeiter in den ersten Monaten, die Möglichkeit einer Leistungsexplosion hat, ohne dass neidische Kollegen auf das Teammitglied negativen Einfluss nehmen.

Risiken und Nebenwirkungen:
Jürgen Klopp kam in seiner Traineraufgabe bei Borussia Dortmund zu der Erkenntnis, nicht mehr die richtigen Impulse für seine Mannschaft setzen zu können und in der Konsequenz eine neue Herausforderung in England annahm. Er hat alles richtig gemacht. Doch die persönliche Komfortzone einer Führungskraft trübt schon Mal den Blick für eine realistische Analyse der Situation, was menschlich ist, aber der falsche Impuls zur falschen Zeit.

No-Gos:
Wenn sie ein Team entwickeln wollen, dann schaffen sie KEINE Konkurrenzsituation unter den Teammitgliedern. Es gilt: der Teamgedanke und eine Konkurrenzsituation schließen sich gegenseitig aus!

Exkurs: Teamrollen
Jeder von uns kennt ihn, egal ob in der Schule, auf einem Seminar oder beim Wandern im Urlaub mit einer Gruppe: den Klassenclown! Er hat alle Veränderungen in Teams durch die Vielfalt der Herkunftsländer der Mitarbeiter bisher überlebt und spielt in einem Team bis heute eine wichtige Stimmungsrolle. Die weltweit anhaltende Arbeitsverdichtung führt nun aber immer mehr zu einem Rückgang der biologischen Vielfalt dieses Phänomens, sodass Vertreter des Artenschutz Alarm schlagen. Nun gilt es Farbe bekennen und auf der Arbeit in der nächsten Frühstückspause einen Clown frühstücken, vielleicht infiziert sich ein Kollege und es wächst zur Epidemie, was den Gang zur Landesbehörde wegen der artenschutzrechtlichen Genehmigung erspart. Viel Erfolg!

Soweit genug für heute, denn…

Wer hat an der Uhr gedreht?
Ist es wirklich schon so spät?
Heute ist nicht alle Tage. Ich komm‘ wieder, keine Frage.

Ihr
Frank Uffmann

Stress – Arbeit ist Leben und Leben ist Arbeit

Lesezeit: 5 Minuten
Das ABC der Führung
Teil XXV: Stress
In unserer heutigen Welt wird Stress häufig automatisch mit dem Beruf verbunden, aber Arbeit ist Leben und Leben ist Arbeit und Stress kein zwingender Begleitfaktor. Die hohe Arbeitsverdichtung auf einzelnen Arbeitsplätzen lässt die Symbiose von Arbeit und Stress jedoch als Zwangsläufigkeit erscheinen, Die Bedeutung, dass der Mensch durch seine Arbeit Sinn erfährt, bestenfalls Wertschätzung und Anerkennung durch Kollegen und Vorgesetzte, rückt immer mehr in den Hintergrund. Ist das einzelne Individuum endlich dem täglichen Martyrium entkommen, wartet schon eine Vielzahl von familiären Verpflichtungen, sportlichen Workouts bis hin zu feierabendlichen Vergnügungen, deren Dringlichkeit über ein Piepen der Apple Watch vermittelt wird.

Bedeutung/Definition:
Stress ist eine in unseren Genen, damit also natürliche, angelegte Reaktion unseres Körpers, hervorgerufen durch äußere Reize. Der Stress im Körper äußert sich in körperlichen und/oder psychischen Beschwerden. Positiver Stress führt zu höherer Leistungsfähigkeit und wird als Eustress bezeichnet, wogegen negativer Stress, auch Distress genannt, den Menschen bis zur völligen Erschöpfung treiben kann.

Warum ist Stress ein wichtiges Thema für eine Führungskraft?
Durch die Digitalisierung ist eine viel schnellere und damit auch häufigere Kommunikation rund um den Globus möglich und suggeriert die Notwendigkeit einer permanenten Erreichbarkeit, die sich auf unser Stressempfinden negativ auswirkt. Eine Folge davon können Burnout Symptome sein. In einem solchen Fall ist das Vertrauensverhältnis zwischen Mitarbeiter und Führungskraft umso wichtiger, denn je offener der Umgang miteinander, desto früher besteht die Möglichkeit gegenzusteuern. Im Rahmen der Fürsorge einer Führungskraft für seine Mitarbeiter kann ein gewisser Fundus an medizinischen Erkenntnissen zum Thema Stress und Burnout hilfreich sein, nicht zuletzt auch für die eigene Gesundheit.

Wie erkenne ich Stress bei einem Mitarbeiter?
Zugewandte Aufmerksamkeit seinen Mitarbeitern gegenüber und eine Kultur der Offenheit und des Vertrauens erhöhen die Wahrscheinlichkeit, negative Auswirkungen von Stress frühzeitig zu erkennen. Es gibt sechs klassische Krankheiten, die aus medizinischer Sicht zumindest teilweise auf Stress zurückgeführt werden:

1. Herz-Kreislauf-Erkrankungen                      4. Rückenschmerzen
2. Übergewicht                                                     5. Diabetes
3. Häufige Erkältungen                                      6. Verdauungsstörungen

Wenn sie diese Warnsignale des Körpers bei einem Mitarbeiter feststellen, ist spätestens jetzt der richtige Zeitpunkt für ein Mitarbeitergespräch.

Praxistipp:
Ein ausgewogenes Arbeits- und Privatleben lässt negativen Stress leichter verarbeiten, insofern ist ein Blick auf die eigene Work-Life-Balance sinnvoll.
1. Notieren sie auf einem Blatt Papier die Bedeutung in Wunsch-Zeitanteilen für Sinn/Kultur | Arbeit/Leistung | Familie/Kontakt | und Körper/Gesundheit, wobei die Summe insgesamt 100 % ergeben muss.
2. Tragen sie nun die tatsächlichen Zeitanteile der letzten vier Wochen (Kalender) und der nächsten vier Wochen ein.
3. Besprechen sie das persönliche Ergebnis mit der Familie.
Natürlich kann man mit dieser Idee auch ein vertrauliches Mitarbeitergespräch führen, wenn ein gewisser Grad an Offenheit zum Vorgesetzten herrscht.

Risiken und Nebenwirkungen:
Je stressiger eine Arbeitssituation ist und je länger dieser Stress anhält, desto wichtiger ist eine gute Beziehung zum Mitarbeiter. Wenn ein Kollege nach dem anderen krankheitsbedingt ausfällt, spätestens dann ist die Gewissheit groß, als Führungskraft etwas falsch gemacht zu haben.

No-Gos:
Einen Mitarbeiter unter der Prämisse auszunutzen, dass er dadurch gesundheitlich Schaden nimmt, ist ein klares No-Go. Denken Sie immer daran, sie tragen die Verantwortung für den Mitarbeiter im Rahmen Ihrer Fürsorgeverantwortung als Führungskraft.

Soweit genug für heute, denn…

Wer hat an der Uhr gedreht?
Ist es wirklich schon so spät?
Heute ist nicht alle Tage. Ich komm‘ wieder, keine Frage.

Ihr
Frank Uffmann

Personalauswahl – keine Entscheidung gegen ihr zweites Gehirn

Lesezeit: 5 Minuten
Das ABC der Führung
Teil XXIV: Personalauswahl
Die wohl wichtigste Entscheidung eines Unternehmers, eines Managers oder einer Führungskraft ist die Personalauswahl! Die hohe Kunst liegt in der richtigen Auswahl vom Mitarbeiter für den Arbeitsplatz, der seinen Fähigkeiten entspricht. Das ist bei neu zu bildenden Teams einfacher als bei einer vorhandenen Mannschaft. In diesem Fall gilt es, den einzelnen Mitarbeiter weiterzuentwickeln und für jeden den richtigen Platz, an dem er seine Fähigkeiten am besten entfalten kann, zu finden. Bei Mitarbeitern die wollen, fällt das leicht, aber was tun mit Kollegen, die das nicht wollen?

Bedeutung/Definition:
Als Personalauswahl wird der Prozess einer Selektion von Stellenaspiranten, die sowohl aus einem Unternehmen als auch externe Bewerber sein können, unter Berücksichtigung gesetzlicher Vorschriften und wirtschaftlicher Aspekte mittels Auswahltechniken beschrieben.

Warum ist die Personalauswahl so wichtig?
Ohne das richtige Personal wird eine Führungskraft nicht erfolgreich sein. Der richtige Mitarbeiter am richtigen Arbeitsplatz, zumindest sollte das in überwiegendem Maße der Fall sein, ist Voraussetzung für langfristig wirtschaftlichen Erfolg.

Wie treffe ich die richtige Personalentscheidung?
Das Instrumentarium für eine Personalauswahl ist groß. Neben eigenschaftsbezogenen Instrumenten wie Lern-, Leistungs- und Intelligenz-, Persönlichkeits- und Motivationstests erfreuen sich immer mehr tätigkeitsbezogene Instrumente wie Arbeitsproben, Probezeiten und mit stark steigender Tendenz computergestützte Verfahren großer Beliebtheit. Die Krönung der Personalauswahl stellt nach wie vor das Assessment-Center dar, da durch die Diagnostik der eigenschafts- und gleichzeitig der tätigkeitsbezogenen Tests die Trefferquote für die richtige Personalentscheidung eine höhere Wahrscheinlichkeit hat.

Wann treffe ich Personalentscheidungen?
Personalentscheidungen sollten gut überlegt, zügig getroffen werden und Bestandteil einer langfristigen Personalplanung sein. Von Helmut Kohls berühmter Taktik des Aussitzens halte ich bei Personalangelegenheiten gar nichts, aber ein offenes Wort kann schon eher zu positiven Überraschungen führen.

Praxistipp:
1. Personalakquisitionsgespräche immer zu zweit führen, nie allein
2. Gespräche in der Form eines strukturierten Interviews gewährleisten die Vergleichbarkeit von Bewerbern
3. Ein strukturiertes Interview sollte eine Bewertungsskala (z. B. +3 +2 +1 0 -1 -2 -3) enthalten, die spontan angekreuzt werden kann
4. Rollenspiele sind bei Bewerbern nicht beliebt, aber häufig kommen positive wie negative Eindrücke zum Vorschein und erleichtern so die Entscheidung
5. Geben Sie im Anschluss einer kleinen Kaffeepause für den Bewerber, in der Sie mit dem Kollegen eine Beobachterkonferenz halten, mindestens ein qualifiziertes Feedback und, falls möglich, teilen direkt die Entscheidung mit
6. Eine negative Entscheidung begründen sie mit mehreren ganz konkreten Erlebnissen beider Beobachter

Risiken und Nebenwirkungen:
Erwarten sie keine Dankbarkeit ihrer Mitarbeiter! Motivation zieht eine Führungskraft aus einzelnen Erlebnissen mit Mitarbeitern, die besondere Freude machen. In vielen Fällen hat Personalarbeit einen überwiegend organisatorischen Charakter, der wenig motivierende Elemente enthält. Selbstmotivation heißt hier die Disziplin!

No-Gos:
Fällen sie in der Regel keine Personalentscheidung gegen Ihr zweites Gehirn, ihren Bauch (Darm). Könnte sein, dass sie sonst Kopfweh bekommen…

Diversity bei der Personalauswahl
Zum Schluss noch eine persönliche Erfahrung aus meiner Zeit als Manager in der Finanzwelt zur Vielfalt und den Chancen, die sich daraus ergeben. Meine beste Filialleiterin war eine türkisch-stämmige Führungskraft und mein größtes Talent als Nachwuchsführungskraft hatte italienische Wurzeln. Als Ausnahmetalent im Vertrieb erwies sich ein Vietnamese, der unter den ca. zehn verschiedenen Nationen, aus denen ich Mitarbeiter beschäftigte, eine Minderheit darstellte. Jeder Mensch ist auf seine Art einzigartig und die Summe ist der Schlüssel zum Erfolg. Das ist für mich Diversity!

Soweit genug für heute, denn…

Wer hat an der Uhr gedreht?
Ist es wirklich schon so spät?
Heute ist nicht alle Tage. Ich komm‘ wieder, keine Frage.

Ihr
Frank Uffmann

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