Machtwechsel: So nutzen scheidende CEOs ihre Zeit als lahme Ente – Gespräch mit der WiWo

Das war ein spannendes Gespräch mit Kristin Schmidt von der WiWo zu meinen Erlebnissen als #Lame Duck. Mehr dazu finden Sie in meinem Tagebuch eines EX-Bank-Managers – 373 Tage einer Trennung. Top Secret versteht sich ja von selbst…#Machtwechsel, #Lahme Ente

 

 

 

Führungspraxis ist veröffentlicht – als Buch oder eBook!

Neun Jahre lernen, ausprobieren, Feedback einholen, verbessern, neu testen, Feedback einholen, letzten Schliff anlegen, Modell entwerfen, schreiben und Projekt abgeschlossen:

Es ist vollbracht: aus der Praxis für die Praxis!

Artikel in der Zeitschrift PERSPEKTIVEN 1-2/2018 Führung und Management

Zum Artikel: DIGITALISIERUNG BEDEUTET Lebenslanges Lernen , VOR ALLEM FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE

Wien ist eine Reise wert…zum Wiener Digitalisierungskongress 2018

Vortrag: Digitalisierung verändert alles! Mehr sehen und Lesen…

Professionelle Rezension durch Ulla Leuwer

Liebe Ulla Leuwer,

ich bedanke mich bei Ihnen, dass Sie erstens das Tagebuch überhaupt gelesen haben, obwohl es nicht Ihr Genre ist

zweitens für die professionelle Rezension und

drittens für die viele Arbeit in und mit der Rezension. Danke!

Ihr Frank Uffmann

Hier geht´s zum Blog:

http://ullasleseecke.blogspot.de/2018/03/rezension-tagebuch-eines-ex-bank.html

Danke für das nette Feedback und die tolle Idee mit dem Bild!

Das Tagebuch hat das Licht der Welt erblickt! jetzt auch als eBook für 0,99 €

Emerging Adulthood-Virus unserer Zeit

Wir haben eine typische Ypsiloner als Tochter: Anfang zwanzig, beruflich zwischen orientierungslos und für ein Thema lichterloh brennend, in Sachen Beziehung zwischen Polyamorie und der großen Liebe und dabei auf der ständigen Suche nach einer eigenständigen Identität. Ich gebe zu, dass ein oder andere Mal hätte ich schon meine Zähne in die Tischkante beißen können, was für mich nicht hilfreich wäre, vor allem wegen der Gnade meiner frühen Geburt und dem daraus folgenden fortgeschrittenen Alter meiner Zähne und natürlich auch mir selbst. Natürlich haben wir uns in der Vergangenheit öfter die Frage gestellt: was haben wir in der Erziehung falsch gemacht? Doch im Laufe der letzten Jahre mauserte sich das Phänomen unserer Tochter zu einem ausgewachsenen „Virus“, der offenbar nicht nur die Kinder in unserem Freundes- und Bekanntenkreis infiziert hat. Viele Twentysomethings sind in einer Zeitschleife zwischen Teenagerzeit und Erwachsenensein gefangen und fühlen sich dort pudelwohl. Beispiel gefällig? Als in einer der vielen Diskussionen mit meiner Tochter die Ahnung zur Gewissheit wird, das sich bei ihr im Studium ein Urlaubssemester ankündigt und ich sowohl durch Veränderung meiner Stimmlage als auch Mimik zum Ausdruck bringe, was ich davon halte, ernte ich folgende Antwort: „Papi, warum regst Du dich auf, das machen doch viele so!“

Nun blättere ich vorgestern die Zeitschrift Mercedes me durch und lese in einem Interview von Model Stefanie Giesinger (21 Jahre und 2014 Gewinnerin der Castingshow „Germany´s next Topmodel“), die mir bis zu dieser Sekunde völlig unbekannt war: „Wir tragen nicht mehr so viel Verantwortung wie die Generation meiner Eltern“, was bei mir ein heftiges Kopfnicken auslöst. Weiter sagt sie: „Wir befinden uns ja im Grunde in einem Zustand dauerhafter Überforderung. Wenn ich heute ehemalige Schulfreunde treffe, wissen die meisten mit 21 noch nicht, was sie „später“ einmal machen wollen.“ Da ist er wieder, der „Virus!“

Ich beschließe mich intensiv mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Auch wenn mein Lieblingsthema Leadership ist, erkenne ich doch in der Erziehung Führungsthemen wieder und vielleicht beugt meine Wissensbereicherung potentiell unklugen erzieherischen Maßnahmen vor;).

Der amerikanische Professor Jeffrey Arnett beschrieb schon im Jahr 2000 die neue Entwicklungsphase der Twentysomethings mit dem Begriff Emerging Adulthood. Seitdem hat sich die Psychologie in diversen Studien ausgiebig mit diesem Phänomen beschäftigt. Verantwortlich für Ursachen und Auswirkungen werden unsere gesellschaftlichen Veränderungen gemacht:

Ursache[1]:                 Die Generation Y…

  • wächst mit großen gesellschaftlichen Umbrüchen auf: Internet, Globalisierung, Klimawandel, Finanzkrise, Terrorismus

Auswirkung:               Die Ypsiloner…

  • wohnen deutlich länger zu Hause bei den Eltern
  • haben immer längere Ausbildungszeiten
  • sind dadurch nur semiautonom
  • arbeiten nur zu einem kleinen Prozentsatz mit 25 Jahren
  • gründen deutlich später eine Familie. Das Durchschnittsalter einer erstgebärenden Mutter ist seit 1991 in Deutschland um fünf Jahre gestiegen.

Folgen:                         Die Twentysomethings

  • gestalten offene soziale Systeme
  • die Vielfalt der Optionen verwirrt mehr, als das sie hilft
  • sind abhängig von immer mehr Flexibilität im Leben
  • verfolgen Ziele mit immer weniger Intensität
  • suchen Partnerschaften zum Erfahrungsaustausch statt zur Familiengründung
  • erfüllen zu mehr als einem Drittel die Kriterien einer psychischen Störung (Depression, Angststörung, Sucht)
  • leiden unter stressbedingter Erschöpfung nicht zuletzt wegen dem hohen Druck an den Bildungseinrichtungen

und die Folge ist

Unsicherheit und Existenzangst.

Tatsächlich hat meine Tochter mir schon einmal von Existenzangst berichtet, was ich aus meiner Perspektive mit Essen, Trinken und Wohnen gleichgesetzt und damit auch nicht verstanden habe.

In einer für mich neuen Rolle als OrientierungsCoach war in der letzten Woche ein typisches „Exemplar“ der Ypsiloner in meiner Beratung. Bei meiner Mandantin erkannte ich viele der oben beschriebenen Sachverhalte wieder, andere konnte ich erahnen. Mit Hilfe von Reflexionsübungen, Testverfahren zum Lerntyp und zur Persönlichkeit gewannen wir Eindrücke zu Business-, Lösungs- und Beziehungskompetenzen, die Rückschlüsse auf Ausbildung und Studienfächer zuließen. Am Ende der gemeinsamen Zeit war ich mir allerdings nicht ganz sicher, ob ich das Wollknäuel im Gehirn entwirrt oder der Vielfalt Vorschub geleistet habe.

Resümee: Unsere Ypsiloner werden das Kind schon schaukeln, mit Mut, Verantwortung und Eigeninitiative und dann wird aus der verwirrenden Vielfalt und Entscheidungsohnmacht Selbstfindung und Zielstrebigkeit. Frei nach dem Motto, die Jugend soll Ihre eigenen Wege gehen, aber ein paar Wegweiser können im Labyrinth nicht schaden.

Mit adventlichen Grüßen

Ihr  Frank Uffmann

[1] Vgl. Psychologie Heute 09/2017, Artikel Anne-Ev Ustorf S. 59 ff

#EX-Manager im Spielzeugland

Erlebnisse eines jungfräulichen Autors auf der Frankfurter Buchmesse zwischen digitalen Medien und Menschen.

Meine Frau hatte schon seit Jahren den Wunsch, die Buchmesse in Frankfurt zu besuchen, weil sie Bücher so sehr liebt. Ich hingegen teile ihre Leidenschaft nur bedingt, denn als richtiger Kerl bin ich eher technikorientiert, wäre da nicht mein großer Traum…

Seit dem Abschluss meiner Diplomarbeit im Jahre 2009 brennt in mir der immer dringender werdende Wunsch, mein Fachbuch zum Thema Führung zu schreiben und zu veröffentlichen. In den letzten zwei Jahren und insbesondere in den vergangenen drei Monaten floss somit der Großteil meiner Arbeitszeit und Energie in die Realisierung meines Traumes. Meine Frau und ich heirateten an einem Freitag den 13. vor fünfundzwanzig Jahren und wieder sollte ein 13. Freitag ein besonderer Tag werden: Freitag, der 13. Oktober 2017 auf der Buchmesse in Frankfurt.

Ich hatte mir eine Liste der Verlage vorbereitet, die ich gerne besuchen wollte. Dabei unterscheide ich in klassische und Selfpublishing Verlage und Verlagshäuser, die in ihrem Konzern auch Tageszeitungen (Handelsblatt/Frankfurter Allgemeine) publizieren. Mit mittlerweile zwei Leseproben im Gepäck werfen wir uns unbedarft in das Getümmel, in diesem Fall können Sie das wörtlich nehmen, wobei wir ausgesprochen neugierig auf die heutigen Erfahrungen sind. Stellen Sie sich ein kleines Kind vor, dass mit vor Staunen weit aufgerissenen Augen ein Spielzeugland betritt und Abenteuerlust verspürt. Exakt so fühle ich mich mit meiner voller Stolz überquellenden Tasche (da sind meine Manuskripte drin) über meiner Schulter, als ich an den Stand vom dtv-Verlag trete und mein Angebot zur Verlegung meiner beiden Bücher vorbringe. Mein in mir brennendes Feuer kann ich kaum an die nette Dame transportieren, denn so erwartungsvoll mein Blick auch ist, ebenso schnell erwischt mich die erste kalte Dusche: „Haben Sie einen Termin?“ „Nein“, antworte ich überrascht und die Frau drückt mir einen Zettel Wichtige Hinweise für das Einsenden von Manuskripten in die Hand. Ein unverbindliches Lächeln und das wiederauflebende Gespräch mit der Kollegin tragen die eindeutige Botschaft in sich: „Du bist heute erst der 1.024 selbsternannte Autor, der glaubt einen Termin zu bekommen“. Ich schaue ob der Kürze der Konversation etwas verdutzt und mit einem Fragezeichen im Gesicht wende ich mich meiner Frau zu. Die dann folgenden Erfahrungen sind die gleichen, egal ob ich beim Rowohlt Verlag, Gabal oder Campus vorspreche: kaum gebe ich mich als Autor zu erkennen, schon bekomme ich entweder obigen Zettel in die Hand gedrückt oder erhalte die Aufforderung, meine Manuskripte über die Homepage hochzuladen. Aus dem veränderten Gesichtsausdruck meiner Frau schließe ich messerscharf, dass mir meine Enttäuschung im Gesicht geschrieben steht. In der gemeinsamen Diskussion wird uns jetzt klar, das Geschäftsmodell „Messe“ scheint sich hauptsächlich zwischen Verlag und Buchhändler abzuspielen und ist offenbar keine Plattform für neue Autoren.

Mit deutlich kleiner lodernder Flamme in mir wenden wir uns den Selfpublishing Verlagen wie BoD oder epubli und neobooks zu, die zu unserer großen Überraschung intensives Interesse zeigen und sich viel Zeit für meine Fragen nehmen. Ich verstehe auch bald, das Selfpublishing ein ganz anderes Business ist, wenngleich ebenfalls interessant.

Mittlerweile sind wir seit Stunden unterwegs, ein wenig wackelig auf den Beinen, bis uns ein Zufall zum Versus Verlag führt. Hier entbrennt ein interessantes Gespräch zwischen der Geschäftsführerin und mir und ich spüre Interesse an mir und meinem Buch. Es braucht nicht viel, um das Feuer in mir wieder zum Erstrahlen zu bringen und meine Gesprächspartnerin bleibt nicht von meiner Begeisterung verschont. Als Krönung lasse ich sowohl Unterlagen als auch einen Stick mit einer Leseprobe zurück. So hatte ich mir das in meinem laienhaften Verständnis vorgestellt! Unser letzter Besuch beim Handelsblatt Fachmedien Verlag toppt das Erlebnis vom Versus Verlag noch in Form einer kompetenten, engagierten und interessierten Gesprächspartnerin. Mir geht ein Licht auf und ich verstehe, der Mensch macht den Unterschied. Realitätsnaher und ein wenig beseelt beenden wir unseren Besuch auf der Buchmesse mit spannenden Erfahrungen im Gepäck.

Fazit: Die Digitalisierung verändert unser aller Leben und ist der Grund für die Entwicklung meines Führungsmodells, das ich in meinem Fachbuch veröffentlichen werde. Ich betrachte mich als ausgesprochen aufgeschlossen gegenüber den Bits & Bytes, doch in obigem Erlebnis stecken für mich folgende Erkenntnisse:

  1. Der Mensch macht den Unterschied.
  2. Digitalisierung ist emotionsfreie Zone!

Nutzen wir die positiven Seiten der Digitalisierung zur Standardisierung von technischen Arbeitsabläufen, damit wir Menschen uns auf Innovationen und Emotionen konzentrieren können.

Mit herzlichen Grüßen aus Düsseldorf

Ihr     Frank Uffmann

Wo ist der gemeinsame Nenner von Neurowissenschaft / Lernen / und Klavierspielen?

Steinway-Haus DüsseldorfP1010501 23.September 2017
In meiner kleinen Rede stellte ich den Zusammenhang zwischen dem Neurotransmitter Acetylcholin und dessen Bedeutung für das Lernen, z. B. Klavierspielen lernen, für Menschen vor. Wenn Sie Lust haben, lesen Sie meinen Redetext.

Vertiefte Informationen zum Thema Klavierspielen finden Sie unter: http://www.pianofit.de/

Ihr Frank Uffmann

Redetext

1 2 3